Stadtarchiv Rostock, Bestand: 1.1.14. - Friedhofsbehörde und Alter Friedhof

Shared note

Stadtarchiv Rostock, Bestand: 1.1.14. - Friedhofsbehörde und Alter Friedhof

(abgerufen 20.06.2019)

Zeitraum: 1831 - 1959 Umfang: 2,5 laufende Meter = 54 Verzeichnungseinheiten Erschließung: geordnet und verzeichnet, Findkartei (1979/1982) Einschränkungen: Benutzung der Journale, Register und Lagerbücher ausschließlich über Mikrofiche Zitierweise: AHR, 1.1.14. Nr. ... oder AHR, Friedhofsbehörde und Alter Friedhof, Nr. ... Inhalt: Etat (1854-1915, 3 VE).- Friedhofsordnung (1831-1938, 4 VE).- Beerdigungen und Grabstellen (1844-1927, 6 VE).- Verzeichnis der auf dem Alten Friedhof beerdigten Choleratoten (1832, 1 VE).- Bestattung von Juden, Kriegsgefangenen, Ausländern und KZ-Häftlingen (1940-1949, 5 VE).- Ehrenfriedhof für die Kriegsgefallenen (1941-1944, 1 VE).- Friedhofsjournale bzw. Grabregister Alter Friedhof (1831-1959, 9 VE).- Lagerbücher Alter Friedhof (1831-1959, 25 VE). Überblick: Außerhalb der Stadtmauern, westlich vor dem Kröpeliner Tor, öffnete am 1. August 1831 ein städtischer Friedhof. Die bis dahin üblichen Beerdigungen in den Kirchen und auf den Kirchhöfen wurden aus hygienischen Gründen im gleichen Zug aufgehoben. Die Begräbnisordnung vom 20. Juli 1831 enthielt die entsprechenden Regelungen. Die Stadt stellte mit dieser Entscheidung die Befugnisse der evangelischen Kirche im Bezug auf das Begräbniswesen jedoch nicht in Frage, vielmehr sicherte man der Kirche auch auf dem neu angelegten Begräbnisplatz weiterhin ihre Rechte, insbesondere das der Gebühreneinnahme, zu. Der Friedhof blieb Eigentum der Stadt und wurde von der Friedhofsdeputation verwaltet. Deren Aufgaben beschränkten sich auf die Aufrechterhaltung der Ordnung und den Verkauf bzw. die Zuweisung der Grabstellen. Die Totengräber gehörten zu den Kirchgemeinden. Wegen der jahrelangen erfolglosen Verhandlungen zwischen der Stadt und der Kirche kam eine allgemeine Ordnung für den Friedhof aber nicht zustande. Erst mit dem "Publikandum über die in der Stadt Rostock bei Bestand bleibenden Stolgebühren" vom 26. November 1902 fand man einen Ausgleich. 1904 wurden auch die Totengräber der Friedhofsdeputation unterstellt. Da die Ausdehnung der Stadt sich um die Jahrhundertwende den Grenzen des Friedhofes genähert hatte, legte die Stadt in Damerow den Neuen Friedhof an. Ein wichtiges Anliegen war die Ausarbeitung einer Friedhofsordnung für die neue Stätte, die am 13. Juli 1911 erlassen wurde. Der Bau eines Gebäudes mit Feier- und Leichenhalle zählte zu den Neuheiten der Anlage. Am 2. April 1912 übergab man den Neuen Friedhof, dessen Verwaltung ausschließlich in den Händen der Stadt lag, seiner Bestimmung. Das auf Initiative des Rostocker Vereins für Feuerbestattung erbaute Krematorium nahm am 17. November 1928 auf dem Neuen Friedhof seinen Betrieb auf. Es handelte sich um die erste Feuerbestattungsanlage Mecklenburgs. 1935 erfolgte die Einordnung der Friedhofsverwaltung in das Stadtbauamt. Während des Zweiten Weltkrieges wurden auf dem Neuen Friedhof auch Häftlinge, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Juden beigesetzt. Die städtische Friedhofsverwaltung ging schließlich im Jahr 1953 auf den VEB Gartengestaltung über. Der vorliegende Bestand enthält neben den Sachakten der Friedhofsbehörde die Lagerbücher und Beerdigungsregister des 1959 geschlossenen Alten Friedhofs. Veröffentlichungen: Linck, Hans: Das Begräbniswesen in Rostock, in: Festschrift der XXVI. Versammlung des Deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege, Rostock 1901, S. 201-207 Umgestaltung "Alter Friedhof" - Erfassung Grabsteine. Erstellt vom VEB Gartengestaltung Rostock, [Rostock 1981] (Manuskript) [Anmerkung MP: Inventarnummer 12860, Standort D-2683, u.a. mit Friedhofsplan] Dokumentation zum Jüdischen Friedhof Rostock. Erstellt von Christiane Schröder und Almuth Wagner unter Mitarbeit von Anja Böhringer u.a., [Rostock 1994] (Manuskript) Schubert, Stefan: Der Lindenpark Rostock. Seine historische Entwicklung und Perspektiven im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung, Diplomarbeit Universität Rostock 1999 90 Jahre Neuer Friedhof Rostock. Hrsg. Hansestadt Rostock, [Rostock 2001]

Given names Surname Age Given names Surname Age Marriage Place Last change
Media objects
Media Title Individuals Families Sources Last change
Sources
Title Abbreviation Author Publication Individuals Families Media objects Shared notes Last change
Beerdigungsregister Alter Friedhof Rostock 1911-1926 Band 3 Beerdigungsregister Alter Friedhof Rostock 1911-1926 Bd. 3 2 0 0 0 Never
Beerdigungsregister Alter Friedhof Rostock 1927-1959 Band 4 Beerdigungsregister Alter Friedhof Rostock 1927-1959 Bd. 4 1 0 0 0 Never